Konzert am 21. Oktober 2006, 21 Uhr

 

Platz/Klare Quartet

featuring Christian Schönefeldt und Alexander Morsey

 

„Eine Chance für den Jazz von morgen“, nennt der deutsche Musikjournalist Wolf Kampmann die Musik der Bright Light Group, die der amerikanische Gitarrist Jeff Platz 2005 für CD-Aufnahmen formierte. Hoffentlich ist das „morgen“ von gestern schon heute. Denn dann könnte es spannend werden: Jeff Platz kommt nach den Aufnahmen zu seinem neuen Album „Unraveling“ (Skycap Records, September 2006) nach Deutschland, um mit dem Saxophonisten Jan Klare zu improvisieren, der wiederum im nächsten Jahr ein Album mit seinem Projekt „1000“ (mit Bart Maris, Wilbert de Joode und Michael Vatcher) auf Skycap veröffentlichen wird.

Was kommt da auf uns zu: Zwei Musiker stellen sich per Post über den Atlantik vorab gegenseitig Ideen vor, Melodien, Tunes, denn Platz lebt in Boston, Klare in Münster. Aus den Themen entwickeln sie live Improvisationen, spielen alternativen Jazz, der vom metaphysischen Freigeist des Jazz der Sechziger inspiriert ist. Unterstützt werden Jeff Platz und Jan Klare, die im November und Dezember auch gemeinsam in den USA und im kommenden Jahr länger in Deutschland touren werden, von Alexander Morsey am Bass und Christian Schönefeldt am Schlagzeug.

 

Die Musiker:

Jeff Platz (Gitarre) veröffentlichte in den vergangenen drei Jahren mit seinen Bands Bright Light Group, Skull Session und zuletzt mit dem Jeff Platz Quartett drei Platten auf dem Label Skycap Records. Er spielte zusammen mit Joe Morris, Jim Hobbs, Django Carranza, Scott Getchell, Kit Demos, Timo Shanko und Luther Gray, die allesamt aus der Bostoner Szene kommen. Zuvor war er langjähriges Gründungsmitglied der Lounge-Rock-Band Lars Vegas, die auch dreimal erfolgreich in Deutschland auf Tour war.

Jan Klare (Saxophon, Querflöte, Klarinette) arbeitete mit einigen der wichtigsten Improvisatoren der europäischen Szene wie Han Buhrs, Michael Vatcher, Frank Köllges, Conny Bauer, Dagmar Krause oder Scott Fields zusammen. Er spielte zahlreiche Club- und Festivalauftritte u.a. in Europa und den USA, produzierte CDs mit Projekten und Bands wie Das Böse Ding, Supernova, Autofab, WDR Big Band und Radio- und TV-Produktionen für Radio Bremen, VPRO (Niederlande), DLF, HR und WDR. Zudem initiierte er verschiedene Projekte im Theater- und Literaturbereich.

Christian Schönefeldt (Schlagzeug) war nach seinem Studium am Konservatorium Hilversum (Niederlande) mehrere Jahre Mitglied im Landesjugendjazzorchester NRW. Zahlreiche Tourneen führten ihn u.a. nach Indien, Australien und Süd- und Mittelamerika. Seit 1992 arbeitet er als Schlagzeuger in verschiedenen Jazzformationen in Europa sowie für zahlreiche Rundfunk- und CD-Produktionen. Er spielte mit u.a. mit Benny Golson, Joachim Raffel, Jimmy Woode, Herb Geller, Tony Lakatos oder Peter Herbolzheimer und ist Mitglied im Jazzorchester Niedersachsen.

Alexander Morsey (Kontrabass) spielt in Formationen wie u.a. dem Lutz Wichert Trio, House 5, Low Interval Limits, Joachim Raffel Trio-Sextett, mit dem er auch Preisträger des „Jazzpodiums Niedersachsen“ war, Jan Klares „7“ (Gewinner „Westfalen Jazz Münster“) und Caligari. Mit dem Landesjugendjazzorchester NRW tourte er 1992 durch Mittelamerika, außerdem war er Mitglied im Bundesjugendjazzorchester unter der Leitung von Peter Herbolzheimer. Er spielte u.a. zusammen mit Silvia Droste, Wayne Bartlett, Thomas Alkier, Leszek Zadlo, Douglas Sides, Herb Geller, Volker Winck, Russ Spiegel, Claudius Valk in Griechenland, Bulgarien, Spanien, Finnland, Niederlande, USA und Rumänien.